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Jack Sheen, Dirigent und Komponist, stammt aus Manchester und ist für seinen innovativen Ansatz bekannt, der orchestrale Traditionen mit einer weitreichenden interdisziplinären Perspektive verbindet. Sein eigenes musikalisches Schaffen umfasst Orchester- und Kammermusikkompositionen, Installationen sowie ortsspezifische Performances. Dabei bringt er ein tiefes kompositorisches Verständnis in seine Interpretationen des Kernrepertoires ein, die für ihre Präzision und den Erkenntnisreichtum gelobt werden.
Sheen hat einige der weltweit führenden Orchester dirigiert (darunter London Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra, BBC Scottish Symphony Orchestra, BBC Philharmonic Orchestra und London Philharmonic Orchestra) sowie Ensembles für zeitgenössische Musik (darunter Lucerne Festival Contemporary Orchestra, Ensemble 10:10, Bit20 Ensemble, London Sinfonietta und Klangforum Wien). Ebenso ist er in der Oper zu Hause und hat an interdisziplinären Projekten mit führenden Künstler°innen aus den Bereichen Bildende Kunst, Tanz und experimentelle Musik zusammengearbeitet, darunter Matthew Barney, Cerith Wyn Evans, Burrows & Fargion und Elaine Mitchener. Im Jahr 2024 leitete er gemeinsam mit der London Sinfonietta eine seltene Live-Aufführung von Becketts „Quad“ im Southbank Centre, gepaart mit Feldmans „For Samuel Beckett“. Als Co-Direktor des London Contemporary Music Festival hat er in der Hauptstadt ausverkaufte Veranstaltungen kuratiert, die international etablierte und Grassroots-Künstler°innen aus einem breiten Spektrum von Disziplinen in Programmen zusammenbringen, die als „abenteuerlich und provokativ“ (The New York Times) und „äußerst ambitioniert und überaus beliebt“ (The Daily Telegraph) gepriesen wurden.
Als Komponist hat Sheen Aufträge von vielen der Orchester und Ensembles erhalten, die er dirigiert, und seine Werke wurden von diesen aufgeführt; dazu kommen Aufträge von renommierten Kunstinstitutionen wie der Biennale von Venedig und Casa de Serralves in Porto sowie dem Londoner V&A und Camden Art Centre. Zu seinen jüngsten Projekten zählen „Lag“, ein räumlich konzipiertes Orchesterstück, das vom BBC SSO und Ilan Volkov für das Tectonics Festival in Auftrag gegeben wurde; „Press“, ein Klavierquintett im Auftrag der Wigmore Hall und von Apartment House; sowie „Ceremony Container“, eine räumlich konzipierte Performance im Auftrag des Ensemble Mosaik und des Berliner Silent Green. Zu seinen Auszeichnungen zählen die Progetto Positano Residency der Ernst von Siemens Stiftung (2024), der PRS Composers Fund (2021), das Arts Foundation Fellowship (Finalist, 2020), der Royaumont Voix Nouvelle Composition Prize (2018), Royal Philharmonic Prize for Composition (2016), eine RNCM-Goldmedaille (2012) und der Titel „BBC Young Composer of the Year“ (2011). 2019 war er Jerwood Fellow beim Manchester International Festival.
Seine Musik wurde international ausgestrahlt und auf Labels wie LSO Live, The Trilogy Tapes, Black Truffle, SN Variations und NMC veröffentlicht.