Akademie

Coaches 2027

Lisa Streich

Komposition, Coach

Lisa Streich, 1985 in Norra Råda, Schweden, geboren, studierte Komposition und Orgel in Berlin, Stockholm, Salzburg, Paris und Köln. Helmut Lachenmann und Wolfgang Rihm waren in den letzten Jahren ihre Mentoren. „Ihre Musik schreit nicht, aber sie versteht es wie kaum eine andere, zu verletzen.“ (Corriere della Sera)
Streich arbeitet in ihrer Musik gerne mit selbstgebauten motorisierten Instrumenten. Sie ist fasziniert von der Entsubjektivierung des Klangs, der für sie universell wird und von und für alle spricht. Sie interessiert sich auch für die unvereinbaren Kontraste, die gleichzeitig auf visueller und auditiver Ebene entstehen können. Ebenso verfolgt sie ein ausgeprägtes Interesse an unvollkommenen, wohlbekannten Akkorden aus Aufnahmen, die sie bewusst auseinander nimmt und – manchmal 40-stimmig – durch einen Orchestersatz hindurch verwebt. „Lisa Streich hat ihre eigene Stimme“, sagt Alan Gilbert. „Die Musiker°innen erkannten sofort die Qualität ihrer Musik und empfanden ihr Werk als etwas Besonderes.“ (Elbphilharmonie-Blog)
Streich erhielt Kompositionsaufträge vom Lucerne Festival, den Berliner Philharmonikern, der Kölner Philharmonie, dem Schwedischen Rundfunkchor, dem Göteborger Symphonieorchester, dem Ensemble intercontemporain, dem Staatstheater Hannover, dem Münchner Kammerorchester und der Shizuoka Concert Hall. Ihre Werke wurden vom NDR Elbphilharmonieorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Schwedischen Rundfunkorchester, dem Norrköping Symphony Orchestra und dem Malmö Symphony Orchestra anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Königlich Schwedischen Musikakademie (mit einem Auftrag für ein Concerto Grosso), von Quatuor Diotima, ensemble recherche, dem Eric Ericson Kammerchor, dem Nouvel Ensemble Moderne Montréal, dem Ensemble Musikfabrik und vielen anderen aufgeführt. Sie hat Theatermusik für das Salzburg Pocket Opera Festival über die sieben Sinne des Menschen sowie eine Schlussszene für Henzes „Wundertheater“ für die Bayerische Staatsoper komponiert.
Zu ihren Auszeichnungen und Stipendien zählen die Cité des Arts Paris, der Orchesterpreis der Anne-Sophie-Mutter-Stiftung, der Busoni-Kompositionspreis der Akademie der Künste Berlin, das Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendium, ein Stipendium an der Villa Massimo in Rom, ein Roche Young Commission beim Lucerne Festival sowie der Ernst von Siemens Komponistenpreis. Im Jahr 2020 war sie die erste Preisträgerin des Claussen-Simon-Kompositionspreises. In den folgenden Jahren wurde sie für ihr Werk AUGENLIDER (2021) mit dem Stora-Christ-Johnson-Komponistenpreis der Königlich Schwedischen Musikakademie, dem Heidelberger Frauenkunstpreis (2022) und dem Hindemith-Preis (2024) ausgezeichnet. 2019 wurde Lisa Streich zur Ricordilab-Preisträgerin ernannt, einem internationalen Programm des Verlags Ricordi Berlin zur Förderung junger Komponist°innen.
„Für mich ist es am wichtigsten, dass die Individualität des Komponierenden sofort erkennbar ist“, sagt Kirill Petrenko. „2023 haben wir ISHJÄRTA von Lisa Streich uraufgeführt. Die Mittel, die sie einsetzt, sind keineswegs ungewöhnlich, aber das Stück hat eine echte Persönlichkeit.“ (Blog der Berliner Philharmoniker)
Lisa Streichs Werke erscheinen bei Ricordi Berlin, Porträt-CDs wurden 2018 bei WERGO/Zeitgenössische Musik und 2019 bei KAIROS veröffentlicht. 2024 erschien ihr BOOK OF CHORDS bei Kleinheinrich. Vorträge über ihre Musik fanden am Royal College of Music in Stockholm, an der Columbia University in New York, an der Sibelius-Akademie in Helsinki und am CRR in Paris statt. Der Dialog über Musik, Kunst und deren Möglichkeiten liegt Streich sehr am Herzen. Lisa Streich lebt auf Gotland, Schweden.

 

lisastreich.se

Lisa Streich @ Ricordi

 

 

Lisa Streich wird zwischen 14. und 20. Februar bei impuls anwesend sein.