Akademie
Coaches 2027
Carola Bauckholt wurde 1959 in Krefeld geboren. Nach mehrjähriger Mitarbeit im Krefelder Theater am Marienplatz (TAM) studierte sie von 1978 bis 1984 an der Musikhochschule Köln bei Mauricio Kagel. 1985 gründete sie mit Caspar Johannes Walter den Thürmchen Verlag, 1991 das Thürmchen Ensemble.
Sie hat zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen erhalten und hat internationale Auftritte, z. B. mit einem Porträtkonzert mit dem Ensemble Dal Niente in Chicago im Sommer 2022, 2023 als Porträtkomponistin bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik und 2024 mit einem Porträtkonzert in New York, präsentiert vom International Contemporary Ensemble. Ihre Doppel-CD mit Orchesterwerken wurde für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert (Maria de Alvear World Edition) und gewann 2025 den Abbiati-Preis für Aufnahmen in Cremona. Ebenfalls 2025 wurde ihr von der Stadt Braunschweig der Louis-Spohr-Preis verliehen. 2013 wurde sie zum Mitglied der Akademie der Künste in Berlin gewählt, seit 2021 ist sie Direktorin der Sektion Musik. 2015 wurde sie zur Professorin für Komposition/Spezialgebiet zeitgenössisches Musiktheater an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz, Österreich, ernannt und ging 2024 in den Ruhestand. 2020 wurde sie zum Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, Geistes- und Kunstwissenschaften gewählt.
Ein zentrales Moment in den Werken von Carola Bauckholt ist das Nachdenken über das Phänomen der Wahrnehmung und des Verstehens. Ihre Kompositionen vermischen oft Elemente aus visueller Kunst, Musiktheater und konzertanter Musik. Dafür bedient sie sich gerne geräuschhafter Klänge, die oft mit ungewohnten Mitteln erzeugt werden und nicht in ein vorgegebenes Kompositionsraster eingearbeitet, sondern in ihrer freien Entfaltung beobachtet und fortgeführt werden.